Zwischen Kapern und roter Beete

Cordi entpuppt sich als Königsberger Klopse-Prinzessin.

Dass es in Schwerin eine Eisbeinkönigin gibt, hat sich im Laufe der Jahre in der Stadt herumgesprochen. Man ist sich einig, dass wohl kaum jemand so leckere Eisbeingerichte zaubert, wie Wirtin Bille. Seit kurzem gibt es nun auch eine Prinzessin im Das Martins. Eine Königsberger Klopse-Prinzessin. Cordi heißt sie. „Cordi macht einfach unglaublich leckere Königsberger Klopse“, schwärmt Chefin Bille. „Die kriege ich nicht so hin, weil dieses Gericht nicht gerade zu meinen Lieblingsgerichten gehört. Aber viele Gäste haben neuerdings wieder Appetit auf den Klassiker. Und weil Cordi die Klopse so wunderbar kocht, gibt es die jetzt jeden Mittwochmittag und am Abend.“
Bewährt haben sich im Das Martins ohnehin die Thementage. Heißt, es gibt jetzt nicht mehr an jedem Tag alles, sondern am Donnerstag und Freitag Eisbein, am Dienstag Frisches aus Hackfleisch. „Das erleichtert uns die Arbeit, wir kommen sonst mit unserem a la carte Geschäft nicht mehr hinterher“, so Bille. „Da verzetteln wir uns einfach zu sehr. Außerdem scheinen sich die Gäste, bis auf einige Ausnahmen, an unseren neuen Kurs gewöhnt zu haben. Seit wir den Grünkohl-Tag am Mittwoch (ab November) eingeführt haben, ist die Anzahl der Portionen in die Höhe geschnellt.

Frischer Anstrich und neue Lampen

Mit frisch gestrichener Fassade startet das Restaurant Das Martins in die Winterzeit. Wirtin Bille hat die Chance genutzt und ihre Außenwerbung ein wenig aufgepeppt, nachdem die Vermieter die Fassade neu gestrichen haben. Neue LED-Lampen, Speisekarten-Kästen und Schriftzüge mussten her. Obendrein hat sie weiter an ihren Speisekarten gefeilt, die Seiten noch bunter gestaltet und sie hundertfach auf wasserfestem Papier ausgedruckt. Jetzt ist Schluss mit Bier- und Weinflecken.

Gedicht vom kleinen Racker

Als Stadtpoet Klaus Rosin Anfang des Jahres in der Thekenzeitung las, das der kleine Hund aus dem Restaurant Das Martins verstorben sei, stimmte ihn das sehr traurig. Auch er hatte den kleinen Martin ins Herz geschlossen. Kurzerhand griff er zur Feder und schrieb ein Gedicht über den Vierbeiner. Als Dankeschön stehen seine Verse jetzt in der Speisekarte. Und auch die Thekenzeitung druckt es an dieser Stelle ab. Hier ist es.

Martin
Sein Dasein fehlt, er mochte Ort und Leute
der kleine Racker war im Krug zu Haus.
Er war beliebt und darum fehlt er heute
in diesem stadtbekanntem Haus.
Ich weiß noch Bille konnte gar nicht leiden
wenn man dem Bettler was vom Teller gab.
Das ließ sich leider nicht vermeiden,
weil mir der kleine Kerl am Herzen lag.
So teilten wird den Speck von seinem Namensvetter,
wer konnte diesen Augen widerstehn,
er war wie ein Geschenk der Götter
und wie die Wirtin … gern gesehn.
Erst in der Theke las ich dann vom Ende –
ich hatte ihn schon sehr vermisst.
Es streichelten so viele Hände
den Martin, den man nie vergisst.
Klaus Rosin

Das Martins
Lübecker Straße 19
Telefon: 0385 56 59 77
info@DAS-MARTINS.de
www.das-martins.de

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 11.30 bis 23 Uhr
Sa.-So. für Familienfeiern und Catering ab 20 Personen

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