Wo das Herz am rechten Fleck sitzt

Bille feiert 2018 in ihrem „Das Martins“ ein Doppeljubiläum

Das Martins Team

Generationen von Gästen haben im „Das Martins“ gespeist und getrunken, gelacht und gefeiert. Das unscheinbar in der Seitengasse gelegene Lokal ist also eine Bastion der Beständigkeit – und des guten Essens. Wobei Letzteres auf Sybille Dietz´s Konto geht. Die leidenschaftliche Gastwirtin, die das Lokal in 4. Generation leitet, hat aus der Bockwurst-Kneipe ein Lieblingsrestaurant vieler Schweriner gezaubert.

Der bekennenden Liebhaberin frisch zubereiteter regionaler Küche sieht man die Gastronomie-Jahre nicht an. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen kommt sie aus der Küche, wo sie selber am Herd steht, den Spargel schält, die Remoulade für das hausgemachte Sauerfleisch anrührt, die Bratkartoffeln knusprig brät und frisches Erbsenpüree für ihr Eisbein zubereitet. Sie liebt es, in der Küche zu stehen, doch verstecken tut sie sich hier nicht. Zeit für einen Plausch muss sein. Bis heute geht sie in Kochjacke und Schürze an die Tische. Wie Freunde, ja wie Familienmitglieder behandelt sie die fröhlich schlemmenden Gäste, die ihr gern vom letzten Urlaub erzählen, von den Kindern und Enkelkindern…

Das MArtins Gastraum

Gemütlich ist es bei Bille allemal.

Und Bille hört sich alles an, die großen blauen Augen weit geöffnet. Auch sie plaudert gern, am liebsten vom Restaurant. Zum Beispiel vom Doppeljubiläum, das in diesem Jahr ansteht: 30 Jahre Das Martins & Bille – heißt, sie fing vor 30 Jahren an, im „Das Martins“, damals noch „Martins Bierstuben“, ihr Brot zu verdienen. Kellnern hatte sie im Hotel „Stadt Schwerin“ am Bahnhof gelernt. In der zu DDR-Zeit beliebten Grillbar des Hotels servierte sie haufenweise Grillwürstchen mit Zigeunersauce und Pommes. Tochter Marie-Kristin kommt zur Welt. Zeit ins Büro zu wechseln? Niemals! Viel zu langweilig. Lieber greift sie den Eltern in den Bierstuben unter die Arme. Und siehe da! Sie findet Anfang der 1990er Jahre Freude am Kochen. Nach den vielen Jahren des Ausprobierens, sich Weiterentwickelns und Lehrgeld zahlens findet sie ihren Weg. Irgendwann kann sie auch die Fertigprodukte nicht mehr sehen. Ein neues Konzept und eine neue Küche (2013) muss her. Das fruchtet schon bald. Die Gästezahlen schnellen in die Höhe, auch Dank des Rauchverbotes 2010. Die Bude ist so voll wie zu Großvaters Zeiten, als nur Bier ausgeschenkt und Bockwurst serviert wurde. Heute würde ihr Großvater Heinz staunen und stolz sein, was seine Enkelin für schöne Gerichte zaubert – vom Bauernfrühstück bis hin zu Fenchel-Nudeln mit Walnüssen & Parmesan.

Das Martins Terrasse

Und was bitte ist das zweite Jubiläum in diesem Jahr? „Das ich zwanzig Jahre selbständig bin, also auf eigenen Beinen stehe und das Restaurant in Eigenregie leite“, erzählt Bille nicht ohne Stolz. Und dann fallen ihr wieder all die Dinge ein, die so passiert sind. Der Umbau in Latzhose, der moderne zweite Raum, die selbst gestaltete Speisekarte…

Bewahrt hat sie im „Das Martins“ dennoch ein nostalgisches Flair. In die Jahre gekommene Möbelstücke und eine DDR-Nostalgie-Ecke zieren die alte Gaststube. Irgendwie ist es der Schwerinerin gelungen, den Spagat zwischen Alt-Herren-Stammtischen, hungrigenTouristen, jungen Leuten und Elternvertreter-Runden hinzukriegen. Und nicht nur Bille ist mit Freude bei der Sache. Das ganze Team hat immer gute Laune bei der Arbeit. Die Gäste spüren, dass im „Das Martins“ das Herz noch am rechten Fleck sitzt.
Und das Liebe tatsächlich durch den Magen gehen kann.

Das Martins
Lübecker Straße 19
Telefon: 0385 56 59 77
info@DAS-MARTINS.de
www.das-martins.de

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 11.30 bis 23 Uhr
Sa.-So. für Familienfeiern und Catering ab 20 Personen

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