Wegen „Holzmauserey” in die Zelle

Herausforderung für Architekten, Grafiker, Werbefachleute und Tischler: Neue Ausstellung in „naturbelassenem” Gemäuer.

Solch‘ ein spezielles Projekt hatten die Fachleute von 3J auch noch nicht: Auf dem Gelände des Klosters Dobbertin „bestückten” sie jetzt eine Ausstellung über die Geschichte des Klosteramtes.
Im ehemaligen Brauhaus, das im Erdgeschoss heute ein Café beherbergt, kann man künftig plastisch erleben, wie ein Klosteramt funktionierte.
„Das ist schon eine sehr spannende Geschichte”, sagt Torsten Köhler-Barth. „Gemeinsam mit Berliner Grafikern, Schweriner Architekten und einer Tischlerei aus Grevesmühlen ist hier wirklich ein, im besten Wortsinn, großer Coup gelungen.”
Im Obergeschoss des Hauses kann der Besucher Geschichte atmen. So kann man etwas über adlige Frauen, ungewollte Schwangerschaften und die Klosterhauptmänner erfahren. Aber auch die Geld- oder Gefängnisstrafen für einzelne Vergehen sind aufgelistet.

Schmiedegeselle Christian Bötzin klaute 1855 einen Löffel und kam nach 36 Tagen Untersuchungshaft noch einmal 54 Tage in die Zelle.

In vier Gefängniszellen wird dokumentiert, wie viele Tage die Deliquenten zum Beispiel für den Klau eines einzelnen Silberlöffels oder „Holzmauserey” einsitzen mussten. Die Herausforderung für das gesamte Team bei der Konzeption und Umsetzung der Ausstellung: Die Räumlichkeiten mussten weitgehend so bleiben, wie sie seit hunderten von Jahren bestehen – also unter anderem unverputzt. In diesem Ambiente galt es, attraktive, auf die heutigen Sehgewohnheiten der Menschen zugeschnittene Informationsobjekte zu realisieren.
3J produzierte deshalb auch ein großes Buch, in dem der Besucher viele Gerichtsurteile aus alter Zeit nachblättern kann. Damit das Nachschlagewerk in den unbeheizten Zellen nicht nach einem Winter bereits seinen Geist aufgibt, sind die Seiten aus Teslin, einem reiß- und wasserfesten Papier.


Auch das Mobilar und die speziell nutzbaren Organigramme aus Holz, die die Planer für die Ausstellung vorgesehen hatten, entstanden in enger Zusammenarbeit mit den Werbefachleuten von 3J. So bedruckten sie teilweise unbehandelte Holzbretter, die der Tischler dann weiter zu Möbeln verarbeitete.
Für alle Beteiligten war das Projekt im Brauhaus des Klosters Dobbertin durchgehend eine Herausforderung im Spannungsfeld zwischen Historie und Moderne. Selbst die in der Ausstellung verwendeten Schrifttypen für das bereits erwähnte Buch sind die gleichen, die bis 1920 bekannt waren und damals genutzt wurden.

Neuer Auftritt auf der Baustelle

Wenn die Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbauers Rumpf Gartenbau auf ihre Baustellen ausrücken, fahren sie künftig mit Fahrzeugen vor, die von der Firma 3J mit einem neuen Erscheinungsbild ausgestattet wurden. Jetzt ist schon von Weitem das große Firmenlogo und die Internetadresse zu sehen. Auch Baustellenschilder, T-Shirts und Aufkleber werden für das grüne Unternehmen in höchster Qualität angefertigt.

3J Design und Druck
Goethestraße 63 – 65
Telefon (03 85) 3041903
www.drei-j.de
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